Panoramarunde um Solla mit Wackelstein und verlassenem Dorf

Panoramarunde um Solla

Zum Wackelstein bei Thurmansbang gehen viele Leute vom Wanderparkplatz an der Straße zwischen Zenting und Saldenburg los. Auf dieser wunderschönen Panorama-Rundwanderung starten wir allerdings in Solla. Denn dadurch bietet die Tour neben dem wackeligen Wackelstein auch herrliche Panoramablicke, abwechslungsreiche Wälder und ein verlassenes Dorf. Wandern wir los!

Zu Beginn der Wanderung tut sich schnell der erste berauschend schöne Panoramablick auf: von Solla über Schönberg auf den Doppelgipfel des Rachel. Der Rachel ist der höchste Berg im Nationalpark und nach dem Großen Arber der zweithöchste Berg im Bayerischen Wald.

Blick von Solla zum Rachel

Nachdem wir durch den ersten kurzen Waldabschnitt gestiefelt sind, wird der Blick noch besser! Eine super-schöne Aussicht über viele bewaldete Berg- und Hügelketten des Inneren Bayerischen Waldes bis nach Österreich! Einfach herrlich!

Wanderung mit Blick von Solla, Gemeinde Thurmansbang

In kurzer Folge stehen Rastbänke am Waldrand. Da kommt man sich beim Rasten und Gucken nicht in die Quere. Wobei man hier nicht mit Menschenmassen rechnen muss und man jede Rastbank für sich hat. Vor lauter rasten, gucken und staunen über den grandiosen Panoramablick kommen wir nicht vorwärts.

So geht es eine Weile dahin, bis wir auf vergrastem Weg endgültig im schönen Mischwald verschwinden. An einer unscheinbaren Kreuzung biegen wir rechts ab. Die Vögel zwitschern, das Laub raschelt unter den Füßen und wir erreichen noch den nächsten Waldrand.

Sschartenkirche bei Solla

Hier steht schon wieder eine Rastbank, von der wir über die Lichtung auf Dach und Glockenturm der Schartenkirche schauen. Hier stand im Mittelalter eine Burg.

Wir gehen die paar Schritte zur nächsten Abzweigung vor und könnten hier rechts einen kurzen Abstecher zum Kirchlein machen. Machen wir aber nicht.

Wir zweigen sofort auf den abfallenden Wanderweg in den Wald ab und streifen einen Weiher mit alten, morschen Bäumen. Durch schönen Mischwald lenkt der kleine Waldweg schließlich auf eine sattgrüne, mit bunten Wiesenblumen gesprenkelte Kuhweide.

Wanderweg über Wiese bei Solla / Loh

Hoffentlich tun uns die Kühe nichts! Nein. Sie sind ganz friedlich.

Wanderwegweiser zum Wackelstein bei Thurmansbang

Gleich danach geht es in nicht einmal einer Minute durch das kleine Dorf Loh und wir nehmen den Weg zum beeindruckenden Wackelstein ins Visier.

Bevor wir wieder in den Wald eintauchen, genehmigen wir uns auf einer Rastbank noch eine Haube voll Panoramablick, der bis zum Lusen reicht.

Ausblick bei Solla zum Lusen

Nun lotst ein angenehmer Waldweg zum Wackelstein bei Thurmansbang. Einmal gewackelt und noch zwischen den anderen Felsen herum gestrolcht drehen wir wieder um.

Wackelstein bei Solla, Gemeinde Thurmansbang

Eine Bank am Waldrand lädt zur Rast ein. Dabei schauen wir auf den Brotjacklriegel und Stierberg Im Aigner.

Ausblick in der Nähe vom Wackelstein bei Solla
Ausblick beim Wackelstein von Thurmansbang

Schließlich wandern wir doch wieder nach Loh zurück und biegen rechts zum sogenannten „Hexenkessel von Loh“ ab. Im Hexenkessel treffen sich jedes Jahr im Winter Motorradfahrer*innen aus ganz Europa beim „Elefantentreffen“.

Hexenkessel von Loh bei Solla

Den aussichtsreichen Wegrand säumen blau blühender Ehrenpreis, rosa Nelken, weißer Klee, Spitzwegerich und viele andere bunte Wiesenblumen.

Nelke bei Solla Hexenkessel
Wiesenblumen beim Wandern zum Wackelstein bei Solla

Erneut geht es in einen idyllischen Mischwald. An der nächsten Wiese bleiben wir überrascht stehen. Auf der Wiese blühen die seltenen Teufelskrallen!

Teufelskralle bei der Panoramarunde um Solla

Nach ein paar weiteren Metern bergab durch angenehmen Wald aus Kiefern, Tannen, Buchen, Fichten und Heidelbeersträuchern überqueren wir den leise plätschernden Fleischbrücker Bach.

Wanderweg über den Fleischbrücker Bach bei Solla

Ein kurzes Stück begleitet er uns nun auf unserem Weg und anschließend geht es wieder am Waldrand bergauf, wo sich uns ein großer Weißdornbusch in den Weg stellt.

Es folgen ein paar Meter auf Asphalt und schon biegen wir wieder links ab, schauen kurz zum Rachel und haben wieder einen angenehmen Waldweg unter den Füßen.

Rachelblick beim Panoramaweg um Solla
Wanderweg bei Solla

Von nun an wandern wir stetig bergauf durch schönen Mischwald, dann kurz über eine Wiese. Bei den ersten Häusern von Solla stoßen wir auf die kleine Landstraße, die von Solla nach Kirchberg im Wald führt.

Wir überqueren sie aber nur und wandern gleich wieder auf einem angenehmen Wiesenweg mit bunten Wiesenblumen und wunderbarem Panoramablick.

Wanderung rund um Solla

Beim nächsten Waldrand schauen wir auf den Lusengipfel.

Panoramawanderung mit Lusenblick

Nun spazieren wir geradeaus in den Wald hinein, bis wir auf eine Forststraße treffen. Hier biegen wir rechts ab und gehen auf der Sandstraße in wenigen Minuten zum verlassenen Dorf Helmbrechtsreuth.

Wanderweg von Solla zum verlassenen Dorf

Links taucht eine Samenplantage für Bergahornbäume des Staatsforstes auf. Am Wegrand blühen ein paar Blümchen.

Wanderweg bei Solla. Lichtnelken am Wegrand

Helmbrechtsreuth liegt auf über 700 m ü. NN. Die Endung „–reuth“ deutet auf eine Rodung hin. Das aufgelassene Dorf „lebt“ nur mehr auf Info-Tafeln, die Auskunft über die ehemaligen Anwesen geben. Gebäudereste sind keine mehr zu sehen.

Dafür erfahren wir auf den Info-Tafeln, dass eines der Anwesen einen Stall mit zwei Türen und drei Viehbarren hatte. Ein anderer Hof musste wegen Prozesskosten verkauft und der Grund geteilt werden. Es gab Viertelhöfe, die so seltsame Hausnummern wie 37 ¼ hervorbrachten.

Wir erkunden also die Umgebung, legen am Rastplatz mit plätscherndem Wasser am Wassergrand eine Verschnaufpause ein und genießen die ruhige Atmosphäre dieses Ortes.

Rastplatz am Wanderweg bei Solla im verlassenen Dorf

Dann gehen wir zurück und nehmen nach der Bergahorn-Samenplantage den informativen und angenehm zu gehenden Pilzlehrpfad unter die Füße. Dabei wandern wir auf vergrastem Weg durch den Wald nach Solla zurück.

Pilzlehrpfad von Solla

Hier laufen wir oberhalb des Spielplatzes, sehen an der Böschung weitere Wildblumen. Dann geht es durch das Dorf abwärts. Wir streifen dabei den Dorfplatz mit Büchertauschschrank und kehren zum Ausgangspunkt dieser sehr abwechslungsreichen Lieblings-Wanderung zurück.

Der Anfang vom Pilzlehrpfad mit Kinder-Spielplatz in Solla

Fazit / So hat mir die Rundwanderung um Solla bei Thurmansbang mit Abstecher zum Wackelstein gefallen

Ich bin von dieser abwechslungsreichen Panoramarunde mit der bunten Mischung aus schöner Natur, herrlichen Panoramablicken, geologischer Laune der Natur und verlassenem Dorf jedes Mal wieder begeistert!

Dabei war ich wirklich schon öfter als einmal da! Und selbst für mich gibt es immer wieder Neues zu entdecken – wie die blühenden Teufelskrallen!

Die Wege am Waldrand entlang sind besonders schön, weil man von ihnen einen beeindruckenden Blick auf die Hügel und Berge des Inneren Bayerischen Wald bis nach Österreich hat.

Ich meine fast, hinter den 7 Bergen kommen gleich die 7 Zwerge heran marschiert. An diesen Panoramen kann ich mich gar nicht satt sehen!

Ein weiterer Höhepunkt ist auf alle Fälle der zu den geologischen Sehenswürdigkeiten zählende Wackelstein. Dieser Klassiker gehört bei einer Wanderung bei Solla in der Gemeinde Thurmansbang einfach dazu.

Und das verlassene Dorf Helmbrechtsreuth strahlt eine ganz eigene Atmosphäre aus. Fast am Ende der abwechslungsreichen Wanderung bietet der Pilzlehrpfad dann noch für Wissenshungrige was zum Wissensdurst stillen.

Zu sehen gibt es auf dieser Rundwanderung also genug! Los geht´s!

Überblick über die Tourdaten der Wanderung „Panorama-Runde um Solla mit Wackelstein und verlassenem Dorf“

Die Wandertour ist 9,9 km lang und dauert 3 Stunden. Der höchste Punkt der Wanderung liegt bei 712 Meter, der tiefste bei 541 Meter. Die Tour verläuft überwiegend auf kleinen, angenehmen Wald- und Wiesenwegen.

Start / Ausgangspunkt

Der Start ist in Solla, einem Dorf, das zur Gemeinde Thurmansbang gehört und sich in der Urlaubsregion „Ilztal und Dreiburgenland“ im Bayerischen Wald befindet. Der Parkplatz in Solla befindet sich an der Straße Richtung Rettenbach, beim alten Skilift und gegenüber dem früheren Gasthaus. (Navi: Aufeld 8, Solla, 94169 Thurmansbang).

Wanderwege in Solla

Detaillierte Beschreibung des Wanderweges

Wanderabschnitt von Solla im Bayerischen Wald nach Loh

Vom Parkplatz in Solla wenden wir uns mit der roten 70 und 71 Richtung Wackelstein der kleinen, ansteigenden Straße am Waldrand zu. Kurz danach biegen wir am linken Waldrand bei der Rastbank mit der roten 70 links ab. Mit herrlichem Fernblick folgen wir dem Weg am Waldrand entlang. Mal geht es eben, dann leicht ansteigend oder abfallend weiter. Dabei haben wir stets das herrliche Panorama des Inneren Bayerischen Waldes im Blick. Links ist deutlich die Doppelgipfel des Rachel zu sehen, mittig Schönberg, das von Wäldern eingerahmt ist.

Achtung! Später verlassen wir die Markierung: Dort, wo die rote 70 nach einer Rastbank mit einem Linksknick abwärts am Waldrand weiterführt, verlassen wir die Markierung. Wir bleiben auf der bisherigen Höhe und folgen dem Weg ohne Markierung geradeaus in den Wald hinein. Der Weg wird leicht vergrast, fällt leicht ab und trifft auf eine unscheinbare, vergraste Kreuzung. (Zur Orientierung: Vor uns sehen wir geradeaus in einigen Metern deutlich, wie der Weg stärker abfällt.) Wir biegen an dieser Kreuzung rechts auf den unmarkierten Grasweg ab, der am Hang durch Wald lenkt. Schließlich verlassen wir den Wald, gehen mit Blick auf das Dach der Schartenkirche geradeaus über die Lichtung am Waldrand entlang und treffen auf einen Querweg mit verschiedenen Markierungen. Hier zweigen wir mit der roten 1 Richtung Wackelstein (auch rote 71) links in den Wald ab. Der abfallende Weg streift einen alten Weiher und trifft später auf eine Kuhweide, die wir geradeaus überqueren. Danach geht es gleich rechts und dann links durch das kleine Dorf Loh.

Wanderabschnitt von Loh zum Wackelstein bei Solla / Thurmansbang

An der Hauptstraße mit Bushaltestelle biegen wir rechts ab, folgen auf der Landstraße den  Hinweisen zum Wackelstein. Wenig später stehen links ein paar Bäume und dazwischen befindet sich ein Aussichtspunkt mit Rastbank. Gegenüber von diesem zweigt rechts ein unmarkierter, leicht abfallender Weg ab. Diesen nehmen, wenige Meter weiter die Forststraße kreuzen und weiter der Markierung durch den Wald bis zum Wackelstein folgen. Nun dauert es nicht mehr lange und wir erkunden den Wackelstein.

Wanderabschnitt vom Wackelstein nach Solla

Vom Wackelstein geht es bis Loh auf dem gleichen Weg zurück. Unterwegs können wir vom Waldrand auf andere Berge des Bayerischen Waldes schauen: Links ist der Stierberg beim Aigner und rechts der Brotjacklriegel. In Loh biegen wir bei den Straßen-Verkehrsschildern mit der roten 1 Richtung Schönberg rechts ab. Es geht in den Hexenkessel von Loh. In der Verlängerung des asphaltierten Weges halten wir uns beim „Imbiss“ geradeaus auf dem leicht ansteigenden Feldweg. Kurz danach biegen wir an der Weggabel rechts in den Wald ab. Nun geht es bergab, erneut kurz an einer Wiese entlang und wieder in den Wald. Wir kreuzen geradeaus eine Forststraße (hier verlassen wir die Richtung „Schönberg“), folgen der roten 1 mit dem „Rundweg Wackelstein“ geradeaus und treffen in der Senke auf den Fleischbrücker Bach. Kurvig geht es aus dem Tal hinaus. Kurz lenkt der Weg auf Asphalt am Waldrand entlang. Dann biegen wir in der scharfen Rechtskurve (dort wo links der Wald endet) mit der roten 1 links ab. Noch einmal geht es am Waldrand entlang und dann auf gemütlichen Wegen stets ansteigend durch den Wald. Der Wanderweg verlässt geradeaus den Wald, führt fast am Waldrand entlang und über eine Wiese zu den ersten Häusern von Solla.

Wanderabschnitt von Solla nach Helmbrechtsreuth

Die Straße überqueren und hinter dem Ortsschild mit der Markierung „rote 70“ (etwas im Gebüsch versteckt) rechts dem Wiesenweg entlang der Feldgehölze folgen. Er lenkt kurvig und mit tollem Panoramablick zum Waldrand, an dem es geradeaus weitergeht. In der  hinteren „Waldecke“, wo rechts ein Hochsitz steht, ginge der markierte Wanderweg links ab. Da hier die Markierung fehlt und der Weg langsam zuwächst, bleiben wir auf dem Weg geradeaus. Zuerst eben, dann leicht ansteigend treffen wir nach kurzer Zeit auf eine Forststraße. Auf dieser biegen wir unter anderem mit der roten 70, 73 und dem Ahornblatt rechts ab.

In wenigen Minuten lenken diese Markierungen zum verlassenen Dorf Helmbrechtsreuth. Links taucht eine Bergahornplantage zur Samengewinnung auf, rechts einige Wiesen, die von Feldgehölzen voneinander getrennt sind. Am Weg stehen Infotafeln über die einzelnen Häuser, eine Übersicht über die Lage dieser Höfe und einen Rastplatz. An der großen Wegspinne kann man in jeder Himmelsrichtung was finden. Nach dem Rastplatz an der großen Kreuzung steigen wir links mit der roten 22 und 70 bis zu den oberen Anwesen hoch. Dann kehren wir um, biegen an der Kreuzung rechts ab, gehen wieder am Rastplatz vorbei ein Stück auf dem Weg, den wir gekommen sind, zurück. Nach der Anpflanzung zur Samengewinnung von Bergahornbäumen zweigt rechts der Pilzlehrpfad ab. Diesen nehmen wir unter die Füße. Nach der scharfen Linkskurve lotst der Weg immer geradeaus durch den Wald an verschiedenen Infotafeln vorbei. Schließlich stoßen wir auf eine Wiese mit Spielplatz und auf die Straße in Solla. Hier biegen wir links ab, folgen der roten 70 und 71 Richtung Schartenkirche nach unten. Links streifen wir den Dorfplatz mit Rastplatz und Büchertauschschrank. An der Straßenkreuzung halten wir uns weiter an die Markierungen (auch rote 22 und 29) und gehen geradeaus zurück zum Ausgangspunkt dieser wunderbaren Rundwanderung.

Wanderkarte

Karte: Fritsch Wanderkarte Nr. 60*

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Wanderkarte zum Mitnehmen

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2 Antworten zu Panoramarunde um Solla mit Wackelstein und verlassenem Dorf

  1. Michael Nolte sagt:

    Wunderbare Tour…

    bin sie selbst schon gelaufen.

    Gruß

    • Sonja sagt:

      Hallo Michael,

      „Wunderbare Tour“ – kann ich nur bestätigen. Ist nicht umsonst eine meiner Lieblingstouren.

      Viele Grüße
      Sonja

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