Wandern an Knotenbach und Kleiner Ohe im Nationalpark

Paradiesische Ruhe, reizvolle Pfade, plätschernde Bächlein, schöne Felsen, Moore und, und, und. Das hört sich an wie aus einem Werbeprospekt. Also müssten hier eigentlich Menschenmassen wandern. Tun sie aber nicht! Man findet hier Einsamkeit pur!

Kleine Au bei Altschönau im Nationalpark

Im Nationalpark Bayerischer Wald

Ich stelle mein Wägelchen in Forstwald beim Maibaum ab, schultere den Rucksack und wandere voller Vorfreude los. Da ich die ersten Meter auf der Straße dahin tappe, habe ich Zeit, mich zu fragen, was der Unterschied zwischen einem Forst und einem Wald ist.

Ursprünglich bezeichnete Forst königlichen Wald oder Bannwald. Im Mittelalter war Forst in etwa gleichbedeutend mit „Wildnis“. Heute charakterisiert Forst einen bewirtschafteten Wald, der angepflanzt wurde. Wald dagegen besteht aus sogenannten Waldgesellschaften. Das sind Pflanzen die natürlicherweise zusammen erscheinen. Im allgemeinen Sprachgebrauch benutzt man Forst und Wald heute als Synonyme. Wobei Wald ebenfalls bewirtschaftet sein kann. Und nach dem Bundeswaldgesetz ist jede mit Forstpflanzen bestockte Fläche auch Wald. Und auch hier gibt es Ausnahmen . Mein Kopf raucht schon vor lauter Denken. Gut, dass ich mit der Markierung „Bärenpfad“ einen Wasserkanal am Rand des Nationalparks erreiche. Da stecke ich gleich mal meinen qualmenden Kopf zum Abkühlen ins Wasser .

Am Kanal neben der Kleinen Ohe.

Am Kanal in der Nähe der Kleinen Ohe.

Je nach Jahreszeit wachsen und blühen hier verschiedene Pflanzen wie Greiskraut, Frauenmantel, Sauerklee und Buschwindröschen.

Buschwindröschen nach der Blüte.

Buschwindröschen nach der Blüte.

Es folgt ein Felsdurchbruch und schlendernd genieße ich das sanfte Plätschern des Wassers. Als die Markierung nach rechts auf einen Waldwirtschaftsweg zeigt, überquere ich den Weg und wandere weiter am Kanälchen entlang. Wie man am Trampelpfad sieht, stiefeln hier mehr Leute rum.

Am Kanal den Trampelpfadspuren nach.

Am Kanal den Trampelpfadspuren nach.

Am Ende lande ich doch noch auf dem Wirtschaftsweg, habe jedoch nach wenigen Metern schon die Brücke über den Knotenbach im Visier. Danach biege ich rechts ab auf den romantischen Pfad entlang des Knotenbachs. Idyllisch! Idyllisch! Gleich springen mir Soldanella montana (Bergglöckchen) ins Auge, die in Deutschland nur im Bayerischen Wald und im Isarwinkel vorkommen.

Zu einer anderen Jahreszeit blühen rosa Schönheiten.

Am Knotenbach.

Am Knotenbach.

Im Tälchen wächst auf der einen Seite Mischwald. Auf der anderen dominiert teilweise noch die Fichte, durchsetzt von Tannen. Das Einzige was ich höre sind das Klopfen des Spechts und singende Vögel.

An einer Stelle ist der Wald licht und vergrast, wodurch das Gefühl von Weite und Freiheit aufkommt. Auf einer Insel mitten im Bach wächst ein Haufen essbarer Brunnenkresse.

Immer wieder stakse ich über sumpfige Stellen und bin um die festen Wanderschuhe froh. Nicht vor Ehrfurcht gehe ich vor dem Schleimpilz in die Knie, sondern weil ich ihn fotografieren will. Der Schleimpilz zählt nicht zu den Pilzen und auch nicht zu den Tieren. Wie eine Amöbe ist er ein Einzeller. Das Besondere ist, dass er auf sein Fressen zuwandert.

Meine Schuhe klappern auf Holzbohlen, die nach Regen total rutschig sind. Einen beachtlichen Baumstumpf beobachte ich seit Jahren beim Zerfall.

Zerfallender Baumstumpf am Knotenbach.

Zerfallender Baumstumpf am Knotenbach. Da wächst schon allerhand Baumnachwuchs.

Der Pfad steigt leicht an. Immer wieder entdecke ich mit Zunderschwämmen übersäte Buchen.

Ich verlasse den Bärenpfad und den Bach, wandere durch schönen, frisch-grünen Mischwald mit vielen Buchen. Auf einem Fleckchen Erde haben Ebereschen und Birken die Gunst der hellen Stunde genutzt und sich breit gemacht.

Heidelbeersträucher bedecken den Boden. Vereinzelt wachsen Veilchen, bevor sich der Blick auf ein Wiesental, das von Wald umgeben ist, öffnet.

Die kleine Landstraße, ist schnell überschritten. Am Waldrand wandere ich weg- und pfadlos entlang, bis kurz darauf der Wanderweg wieder in Mischwald hineinleitet.

Die nächsten 700 Meter wurde der Weg früher mit Schotter aufgefüllt, weshalb er teilweise unbequem zu gehen ist. Der Schotter ist zwar vom Gras und was sonst noch wächst, kaum mehr zu sehen, aber beim Gehen macht er sich bemerkbar. Gott sei Dank sind das immer nur kurze Abschnitte, bis ich wieder den Bach und damit einen angenehmerem Pfad erreiche.

Wald nach Bergerbrücke an Kleiner Ohe

Wald nach Bergerbrücke an Kleiner Ohe

War die Wanderung bisher fast immer eben, schlängelt sich nun der Pfad in leichtem Auf und Ab am Hang über der Kleinen Ohe entlang.

Auf diesem Pfad erwarten mich idyllischer Mischwald, Brücklein und ein Hohlweg. Ich lausche der Stille zwischen den Naturgeräuschen.

An der Kleinen Ohe.

An der Kleinen Ohe.

Ein Baumstumpf sieht aus, als ob er mit grünem Samt überzogen wäre und fühlt sich auch so an.

Handentrindete Bäume zeigen mir, dass ich im Nationalpark rumlaufe. Das bedeutet, dass hier irgendwo der Anschluss an Privatwald ist. In solchen Bereichen wird zum Schutz der angrenzenden Privatwälder der Borkenkäfer bekämpft. So haben es die Politiker entschieden und so wird es umgesetzt.

Nach einem Hohlweg geht es wieder auf einem naturbelassenen Waldweg, der bald zum Pfad wird, weiter. Seitlich plätschert immer noch die Kleine Ohe. Der Pfad geht in einen Holzbohlenweg in sumpfigem Fichtenwald über. Ein interessanter Käfer ruht sich auf den Holzbohlen aus.

Der Käfer macht blau.

Der Käfer macht blau.

Der Wald wirkt märchenhaft.

Strukturen.

Strukturen.

 

Pilze im Moor.

Pilze im Moor.

Auch dieser Abschnitt ist leider irgendwann zu Ende. Die Wandertour geht auf vergrastem, geradem Waldweg weiter. Nachtrag 2017: Diese schnurgerade „Fahrstraße“ wurde zwischenzeitlich zurückgebaut, so dass man auf einem Pfad wandelt.

Vergraster Weg an der Kleinen Ohe.

Vergraster Weg an der Kleinen Ohe.

Ab einer Radwege-Kreuzung laufe ich 700 Meter auf einer Forststraße. Das heißt nicht, dass es nichts zu entdecken gibt.

Baumpilze auf dem Weg nach Waldhäuser.

Baumpilze auf dem Weg nach Waldhäuser.

Ab und zu erhasche ich einen Blick auf das plätschernde Wasser.

Neben der Forststraße.

Neben der Forststraße.

Sonst ist auch einiges geboten: Ein Trauermantel wollte nicht aufs Bild. Schade. Zur Eiablage ist er immer mit einem Meterstab unterwegs. Er legt nämlich seine Eier nur auf Futterpflanzen ab einer bestimmten Größe ab. Die Bäume müssen mindestens so und so hoch sein, damit sie genügend Blätter für die vielen hungrigen Raupenmäuler  besitzen.

Ein anderer Schmetterling, von dem ich nicht weiß, wie er heißt, wartete, bis ich ihn sicher im Fotokasten hatte.

Tarnung ist alles!

Tarnung ist alles!

Na? Gesehen? Hier noch einmal:

Schmetterlings Mimikri.

Schmetterlings Mimikri.

Über Pionierwald schaue ich nach Waldhäuser, das hoch oben liegt und meinen Wendepunkt für die heutige Wanderung markiert. Bevor ich da oben bin sehe ich nochmal einen Schmetterling:

Raupe Brauner Bär

Raupe Brauner Bär

Vor der Nationalparkstraße blüht Holunder. Schnell über die Straße gehuscht  erwartet mich auf der anderen Seite ein Pfad durch ein etwas feuchteres Gebiet mit Farnen und Alpen(milch)lattich.

Der Weg zieht nun steiler ansteigend nach oben durch viele Buchen. Es ist, also ob die 200 Höhenmeter Unterschied auf kürzester Strecke überwunden werden sollen. Eine schweißtreibende Angelegenheit. Schade bloß, dass mich nicht friert. Trotzdem zieht mich das frühlingshafte Grün der Laubbäume in seinen Bann und im Herbst habe ich auf einem liegendem Stamm diese Schönheiten entdeckt:

Baumpilze unter sich.

Baumpilze unter sich.

Seitlich sehe ich Insektenforschungsstationen

Insektenforschungsfalle

Insektenforschungsfalle

und Bäume, die sich anpassen.

Da krall ich mich fest. Da sitz ich gut.

Da krall ich mich fest. Da sitz ich gut.

Nach dem Aufstieg erreiche ich Waldhäuser, schaue nach oben auf schöne, alte Häuser . Auf einer kleinen Asphaltstraße steige ich nach oben, drehe mich für die tolle Aussicht auf Rachel und Greifvögel am Himmel um.

Blick auf den Rachel.

Blick auf den Rachel.

Im Berggasthof gibt´s erst einmal die Fütterung der wilden Tiere, bevor ich an der Filialkirche St. Maria im Wald erneut nach oben wandere.

Kapelle St. Maria im Wald in Waldhäuser.

Kapelle St. Maria im Wald in Waldhäuser.

Ein schöner Weg inmitten von Wiesen, eingesäumt von Steinen, Blumen und Gehölzen zieht weiter ansteigenden nach oben.

Hier warten die Buchen noch auf besseres Wetter, bevor sie austreiben. (Ich war Anfang Mai da). Recht haben sie. Noch war die Kalte Sophie nicht. Die Ahornbäume dagegen gehen das Risiko ein, doch noch kalt erwischt zu werden.

Eine tolle Aussicht gibt mir einen Grund, stehen zu bleiben und unbemerkt zu verschnaufen.

Aussichtsreich.

Aussichtsreich.

Ich bewundere Günsel, Ehrenpreis, Waldgeißbart und andere Pflanzen

Ehrenpreis als Farbklecks.

Ehrenpreis als Farbklecks.

und erreiche wieder die Dorfstraße. Die alten Häuser mit ihren Dachformen erinnern mich an was Böhmisches. An der denkmalgeschützten Jugendherberge, dem „Ameishof“, vorbei erreiche ich für heute mit 965 Metern über NN den höchsten Punkt.

Jugendherberge Waldhäuser, Ameishof.

Jugendherberge Waldhäuser, Ameishof.

Im Ameishof wurden tatsächlich Ameisenpuppen in ihren Kokons getrocknet und dann als Fisch- und Vogelfutter verkauft. Die Kokons zu sammeln wird schon mühsam gewesen sein? Ob es einen ähnlichen Schutzanzug wie bei den Imkern gab?

Am letzten Haus vorbei tut sich über ein denkmalgeschütztes Haus eine phantastische Aussicht auf.

Blick über Denkmal-geschütztes Haus von Waldhäuser aus.

Blick über Denkmal-geschütztes Haus von Waldhäuser aus.

Diesen Anblick auf die Berge des Inneren Bayerischen Waldes und auf die Hügelketten des Vorderen Bayerischen Waldes genieße ich erst mal auf einer Bank. Dabei entdecke ich Lilienhähnchen.

Paarungszeit.

Liebhaben!

Auf einem bequemen, mit Blumen gesäumten Wiesenweg geht´s bergab. Ich entdecke Ehrenpreis, blühenden Spitzwegerich, Frauenmantel, Löwenzahn und noch allerhand anderes Gewächs, das Freude macht.

Rückblick.

Rückblick.

Der Blick über die Wiese weckt in mir Erinnerungen an eine Wanderung in den Hochalpen  auf einer Alm: Weidezaun, Steinhaufen, Hänge.

Der Markierung Habicht folgend tauche ich in Mischwald ein, schlendere auf einem Waldweg durch den Wald, der sich jetzt im Frühling von seiner frisch grünen Seite zeigt. Ab und zu fließt seitlich vom Hang ein Bächlein runter.

Danach verwandelt sich der „Habicht“ in einen schmalen Pfad am Hang entlang, dessen Boden mit dichtem Buchenlaub bedeckt ist. Die Nationalparkverwaltung könnte hier mal aufräumen. Da liegen „tote“ Bäume rum.

Durch das dichte Falllaub wächst wenig Grünes auf dem Boden, vereinzelt schafft es eine Goldnessel und auch ein Farn und ein Hasenlattich spitzen aus dem Laub hervor.

Zwischen und neben den Felsen der Steinfelsenhäng führt der Pfad fast eben am Hang entlang. Große, teilweise vermooste Felsen fordern zum Stehenbleiben und Gucken auf.

Steinfelsenhäng.

Steinfelsenhäng.

Zur Freude pilzbewohnender Käfer wachsen immer wieder Zunderschwämme aus den Bäumen.

Auf einem schönen Waldweg, noch immer das raschelnde Laub unter den Füßen, wandere ich leicht abwärts, noch einmal an Insekten-Forschungseinrichtungen vorbei.

Die Nationalpark-Straße überspringe ich fast wie ein junger Rehbock, was die nächste Markierung sein wird. Am Waldrand mit Blick über Altschönau und auf den Baumwipfelpfad steht eine Bank.

Blick über Altschönau auf das Baumei des Baumwipfelpfades

Blick über Altschönau auf das Baumei des Baumwipfelpfades.

Die nutze ich für eine Pause, bin so ruhig, dass mich ein Hase erst entdeckt, als ich versuche, ihn zu fotografieren.

Hase.

Hase.

Wieder im Wald begegnen mir doch tatsächlich zwei SpaziergängerInnen! Sieht man von Waldhäuser ab, sind das die ersten menschlichen Begegnungen heute! Da trifft man eher Wildschweine als Menschen. Zumindest Wildschweinspuren. Sie haben hier den Boden auf der Suche nach Würmern, Käfern, Bucheckern, Larven und Pilzen umgegraben. Dass sie dabei auch dem einen oder anderen Baumsamen die Möglichkeit zum Keimen geben ist vielleicht nicht deren Absicht, aber von der Natur so vorgesehen.

Ich raschle mich durch Mischwald und erreiche die Kleine Au, ein renaturiertes Hochmoor.  Zum Schutz der empfindlichen Böden wandert man auf Holzbohlen. Schon wieder begegnet mir ein Paar! Eine Infotafel informiert über die Vegetation, die hier mit Spirken und Berg-Kiefern aufwartet. Heidelbeersträucher und ein kleines Biotop bei einem hochgeklappten Wurzelteller springen sowieso ins Auge.

Durch die Kleine Au über Holzbohlen.

Durch die Kleine Au über Holzbohlen.

Soviele Zitronenfalter wie hier rumwuseln, da muss ein Nest sein. Andere Schmetterlinge flattern ebenfalls um mich rum. Zwei Bläulinge! Allerdings wollen sie sich in ihrer Pracht nicht fotografieren lassen. Auf den Heidelbeerblüten wuseln viele Insekten. Ist das ein Gesummse hier!

Nach dem „Laufsteg“ wandere ich wieder durch Fichtenwald, finde Bärlapp, dessen Vorgänger vor über 300 Millionen Jahren baumhoch waren. Bei einer Wanderung in einem anderen Jahr habe ich hier dieses seltsame Gebilde gesehen.

Fichtenspargel?

Fichtenspargel?

Jetzt ist Zeit für einen Abstecher auf einen superguten, selbstgebackenen Kuchen im Hotel Moorhof. Link. So gestärkt geht es auf ebenem Waldweglein weiter, fällt der Blick ein letztes Mal über Wiesen auf Altschönau, das von Wäldern und Hügeln eingerahmt ist.

Ein Weg schlängelt sich durch Fichtenwald an Schattenblumen, Heidelbeersträuchern und der essbaren Waldhainsimse vorbei. Vereinzelt haben Laubbäume wie Ebereschen und Buchen den Kampf ums Licht gewonnen. Der Pfad führt nach unten zu einem Bächlein.

Holzbohlen

Der Blick zurück: Holzbohlen

Dann steigt der Weg durch etwas trostlosen Fichtenwald bergan. Die einzige Hoffnung auf angenehmere Waldbilder sind umgestürzte Bäume. Nochmal sind zwei SpaziergängerInnen unterwegs! Das ist ja ein richtiger Massenauflauf heute! Ein vergraster Pfad mit Him-/Brombeeren ? bringt mich wieder nach unten zum Knotenbach. Es dauert nicht lange, und ich erreiche wieder den vom Herweg bekannten idyllischen Pfad am Knotenbach, der mich wieder zum Ausgangspunkt zurückbringt.

Auf dem Weg zurück.

Und dieses schöne Moos entdecke ich auch noch.

Uiii! Das ist ein schönes Moos!

Uiii! Ist das schön!

Fazit: Die wunderschöne, ruhige Wandertour gehört zu meinen Lieblingstouren. Ich mag die wildromantischen Pfade entlang von plätschernden Bächlein, wucherndem Wald und über Moorgebiete. Überhaupt wandert man fast ausschließlich auf Pfaden und naturnahen Wegen.

Die Steinfelsenhäng mit ihren Felsen und dem Buchenhallenwald sind ebenfalls einen Umweg wert. Das Laub raschelt so schön unter den Füßen.

Das Sackstraßendorf Waldhäuser ist wegen seiner alten Häuser und der tollen Aussicht auf den Rachel und umgebende Berge sehenswert.

Natürlich sind Holzbohlenwege immer etwas Besonderes, egal ob am Knotenbach oder in der Kleinen Au. Und der ausgezeichnete Kuchen im Moorhof gehört für mich einfach dazu.

Im Prinzip handelt es sich um eine einfache Wanderung in leichtem Auf und Ab, die bloß wegen der Länge Kondition erfordert. Nur der Anstieg nach Waldhäuser ist etwas steiler.

Obwohl die Wandertour so wunderschön ist, sind mir auf meinen zahlreichen Wanderungen dort noch nie viele Menschen begegnet. Wer Ruhe sucht, könnte diese Wanderung einmal ins Auge fassen.

Start / Parken: Parkplatz in Forstwald ( Nähe Neuschönau) beim Maibaum zwischen Klosterweg und Köhlerweg.

Streckenlänge: ca. 17,5 km.

Gehzeit: 5 1/2 Stunden

Wanderkarte:

Wanderkarte Knotenbach

Wanderkarte Knotenbach

Wegbeschreibung/ Markierung:

Vom Parkplatz die paar Meter zur Straße Köhlerweg runter, rechts geradeaus bis zur Hauptstraße „Haslacher Straße“ (wenige Meter). Auf dieser Straße unmarkiert links bis nach weiteren wenigen Metern die Straße eine Rechtskurve macht. In dieser Rechtskurve zweigt auf der rechten Seite ein Weg nach oben in den Wald hinein ab. Diesen nehmen.

Wanderweg Bärenpfad

Wanderweg Bärenpfad

Kurz darauf mit der Markierung Bärenpfad / blauer Goldsteig nach links unten durch Wald. Nochmal kurz auf einer Straße, dann beim Bach der Markierung Bärenpfad nach rechts folgen. Am Kanal entlang.

Später trifft man auf einen Waldweg, an dem die Markierung rechts weiterführt. Ich bin geradeaus über den Weg gegangen und weiter unmarkiert auf der linken Seite am Kanal entlang, bis es nicht mehr geht. Das ist deutlich begangen. Am Ende gibt es eine Sperre am Kanal, diese nach rechts überschreiten und den Spuren geradeaus folgen. Wenige Meter später trifft man auf einen Waldwirtschaftsweg, dem man nach links folgt. Kurz danach überquert man die Brücke über den Knotenbach. Unmittelbar nach der Brücke zweigt rechts die Markierung Bärenpfad ab. Ein  längerer Abschnitt führt jetzt fast eben am Knotenbach entlang.

Einmal geht es einen kleinen Hügel bergauf. Nach diesem kurzen Anstieg gelangt man an eine Wanderweg-T-Kreuzung. Bei dieser geht man mit der Tanne Fichte nach links Richtung „Bergerbrücke ½ Stunde“. Es folgt nochmal ein kurzer Anstieg zur Forststraße, die man überquert und auf einem Waldpfad geradeaus weitergeht. Nun weitgehend eben, an einer Lichtung vorbei, bis man eine Landstraße erreicht. Links steht ein einzelnes altes Haus. Die Straße überqueren, am Waldrand entlang und kurz darauf wieder mit der Tanne Fichte nach rechts in den Wald hinein. Dies ist die Markierung bis nach Waldhäuser.

Mit der „Fichte“ trifft man auf einen Bachlauf, erreicht viel später eine Forststraße. Immer gerade aus weiter. Die Nationalparkstraße überqueren und mit der Tanne Fichte nach Waldhäuser. In Waldhäuser hinter dem ersten Gasthaus steht die Kapelle. Dort mit der Markierung Habicht Richtung Jugendherberge ansteigend auf einem Wiesenweg zwischen Feldgehölzen mit einem schönen Ausblick nach oben.

Bei der Jugendherberge rechts zwischen Häusern, über aussichtsreiche Wiesen nach unten und in den Wald hinein. Es geht eine gute Weile auf dem Forstweg dahin bis der „Habicht“ rechts auf einen Pfad abzweigt. Dem Habicht entlang der Steinfelsenhänge folgen.

Später sieht man rechts oben wieder ein Haus. Hier mit der Markierung Laubbaum nach links unten. Die Nationalparkstraße queren und mit der Markierung Reh Richtung Kleine Au. Nachtrag 2017: Der Wanderweg wurde wegen dem Renaturierungsprojekt des Moores verlegt. Man folgt solange der Markierung „Rehbock“, bis man auf die Markierung Bärenpfad trifft. Hier rechts, dann bei der Brücke weiter mit dem Bärenpfad links, wieder am Knotenbach entlang und auf bekanntem Weg zurück.

Tiefster Punkt:um die 730 Meter über NN am Knotenbach

Höchster Punkt: um die 965 Meter über NN in Waldhäuser

Einkehrmöglichkeiten: Waldhäuser; „Moorhof“ in Altschönau direkt am Waldrand, ein paar Meter seitlich des Wanderwegs in der Nähe der Holzbohlen, die über die Kleine Au führen. Nachtrag 2017: Der Wanderweg wurde verlegt. Er führt auch wieder über Holzbohlen. Dann trifft man allerdings auf eine Forststraße, der man markiert links folgt. Dann zweigt der „Rehbock“ links wieder auf einen schönen Waldweg ab. An der nächsten Gabelung verlässt man die Markierung und geht auf dem linken Weglein unmarkiert geradeaus weiter. Damit geht man direkt auf den Moorhof zu. 

Wanderkarte: Fritsch Wanderkarte Nr. 58

 

 

 

 

 

Bücher, die ich diesmal für das Wanderblog befragt habe:

Peter Wohlleben: Bäume verstehen.

Das Buch, das Auskunft darüber gibt, warum manche Bäume der gleichen Art früher als andere austreiben und andere Phänomene erklären.

 

 

 

Zum Trauerfalter wusste dieses Buch was zu sagen:

Michael Lohmann: Schmetterlinge. Der etwas andere Naturführer.

 

 

 

 

Und wer sich für Totholz interessiert, findet hier interessante Details:

Werner David: Lebensraum Totholz

 

 

 

 

Wann ist ein Wald ein Wald? Das weiß:

Detlef Ahrens: Der deutsche Wald.

 

 

 

 

Und zur Herkunft von Wörtern: Duden. Das Herkunftswörterbuch.

 

 

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Ein Kommentar zu Wandern an Knotenbach und Kleiner Ohe im Nationalpark

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