Von Gumpenried über Asbach zum Schwarzen Regen wandern

Schwarzer Regen bei Gumpenried - Asbach

Es ging wieder einmal nach Gumpenried und Asbach, wo eine abwechslungsreiche Landschaft, herrliche Ausblicke und Wege am Wasser das Wandern versüßen. Allerdings bin ich mit der Tour auch im Zwiespalt. Dazu später mehr. Wandern wir erst mal los!

Zuerst geht es vom idyllisch am Schwarzen Regen gelegenen Wanderparkplatz auf einer Privatstraße nach Bühlhof hinauf. Schauen wir dabei links den steilen Hang hinunter, sehen wir, dass wir schnell einige Höhenmeter überwunden haben.

Kurz vor Bühlhof machen wir einen Foto-Stop, lichten die hügelige Landschaft und kleine Blümchen am Wegrand ab.

Wandern: Bergflockenblumen kurz vor Asbach
Auf dem Weg von Gumpenried nach Asbach wandern

In Bühlhof zweigen wir links ab und laufen am malerischen Asbach-Stauweiher entlang.

Am Asbach-Stauweiher wandern

Im Sommer bevölkern ihn Schwäne und Wildgänse, die mir auch schon mal den Durchgang verwehrt haben.

Wildgäne am Asbach-Stauweiher

Nun wandern wir auf einem bequemen Weglein am Kanal entlang, begleitet von felsigen Hängen, die mit Heidekraut, Kiefern und anderen Bäumen bewachsen sind.

Am Asbach-Kanal zwischen Gumpenried und Grafenried

Je nach Jahreszeit blühen Nachtkerzen, Wasserdost, Rainfarn, Wald-Engelwurz, Rotklee und andere bunte Blumen, auf denen sich unzählige Insekten tummeln. Später wechseln wir die Kanalseite, kommen noch einmal an einem Stauweiher vorbei und tauchen in Fichtenwald ein.

Im Asbach-Stauweiher

Neben dem Wurzelpfad wachsen violett blühende Waldwitwenblumen. Auf denen habe ich in unserem Naturgarten die Knautien-Sandbiene gesehen – eine gefährdete Art der Roten Liste! Ich könnte vor Freude in die Luft springen!

Aber zurück zur Wanderung. Einige Autos rauschen auf der Straße, die in der Nähe verläuft, vorbei. Dann überqueren wir diese und laufen kurz noch einmal am Kanal entlang. Wenig später entfernen wir uns von ihm.

Schon erreichen wir ein idyllisches Fleckchen Erde, an dem die Bäume unterschiedlich alt sind. Eine Rastbank am plätschernden Wasser lädt zum Stillsitzen ein und eine Infotafel berichtet über das Leben des Fischotters.

Wandern am Asbach auf dem Asbachtal-Erlebnisweg

Das Wasser des Asbach hüpft über vermooste Felsen und eine lange Holzbrücke lässt uns entspannt über den Bach wandern. Wieder geht es durch Fichtenwald und dann verändert sich der Fichtenwald.

Ich gucke und überlege, warum mir dieser Fichtenwald plötzlich gefällt. Es dauert, bis ich erkenne: er ist strukturreicher. Es wachsen verschieden alte Bäume und auch ein paar Tannen sind dabei. Der mit sattgrünem Moos und Heidelbeersträuchern bedeckte Boden gibt dem Wald einen weiteren grünen Anstrich.

Auf weichem Waldboden wandern wir zum nächsten Abschnitt vom Asbach hinab, den wir über eine alte Brücke überqueren. Am Ufer blüht giftiger Eisenhut!

Eisenhut am Asbach
Brücke über den Asbach

Über Holzbohlen wandern wir durch das breite Tal, in dem auf der Feuchtwiese süß duftendes Mädesüß und rosa blühender Schlangenknöterich wachsen.

Holzbohlenweg zwischen Asbach und Grafenried
Mädesüß
Blick von Grafenried ins Asbachtal.

Ab jetzt geht’s bergauf. Zuerst nach Grafenried, das wir bergwärts schnell hinter uns lassen und dann in den Wald. Vom Asbach-Tal bis nach Frath wollen 320 Höhenmeter überwunden werden.

Gewöhnlicher Schneebal in Grafenried

Der Weg führt abwechselnd durch Fichten- und Mischwald. Der meistens sehr naturnahe Weg ist manchmal sehr schmal, dann wieder etwas breiter, aber stets schön wandertauglich.

Wanderweg bei Drachselsried zur Frath

Wie aber kommen wir nun nach oben? Diese Frage stellt sich, weil der Weg oft fast eben ist oder nur sehr wenig ansteigt. Und Frath liegt nun mal oben!

Wir umrunden den Berg immer wieder mit kurzen Steigungen. Zwischen den Bäumen tut sich immer wieder ein Blick auf das Tal und die gegenüberliegende Bergkette des Inneren Bayerischen Waldes auf.

Wander-Blick auf Oberried

Insgesamt ist das ein schöner Weg, aber der Verkehrslärm von der tief unten liegenden Verbindungsstraße von Bodenmais nach Drachselsried / Arnbruck stört mich doch.

Der bewaldete Hang ist sehr steil. Auf der rechten Hangseite befinden sich einige größere Felsen. Kaum war man ein paar Jahre nicht mehr da, wurde der Waldweg auch schon für Holzarbeiten verbreitert – erfreulicherweise nicht zur Forstautobahn.

Wanderweg von Drachselsried nach Frath

In Frath kommen wir an einem alten Bauernhaus vorbei.

Bauernhaus in Frath

Dann laufen wir durch den Gutshof, schauen uns die kleine Kapelle an.

Kapelle in Frath bei Drachselsried

Wir setzen den Weg auf der Hochebene fort, anfangs auf Asphalt mit Blick über Pferdekoppeln auf den Kaitersberg und andere Bergrücken.

Blick von Frath

Dann geht es auf der kleinen Zufahrtsstraße noch ein kurzes Stück im Wald abwärts.  Nicht lange, und wir wechseln wieder auf einen Waldweg, der uns hinab nach Asbach lenkt.

Bei der ersten Wanderwegkreuzung biegen wir links Richtung Böbrach ab. Dabei genießen wir die herrliche Aussicht über Asbach auf die Berge des Vorderen Bayerischen Waldes. Jetzt legen wir eine Wander-Pause ein.

Ausblick beim Wandern um Gumpenried-Asbach

Als wir so auf der aussichtsreichen Rastbank sitzen und in die Gegend gucken, entdecken wir rechts den Turm der Burgruine Neunussberg. Der Berg daneben müsste der Riesberg sein.

Ich frage mich, warum mir diese Gegend so gut gefällt? Asbach ist in eine Landschaft aus sattgrünen, hügeligen Wiesen mit Bäumen und Feldgehölzen eingebettet.

Umrahmt wird das Dorf von Wäldern und Bergen mit unterschiedlich hohen Bergrücken. Ein schönes Landschaftsrelief ist das.

Der Asphalt endet bald und geht in einen befestigten Waldweg über. Immer geradeaus durch Wald kommen wir später an einer versteckt am Waldrand stehenden Rastbank mit Blick über eine Lichtung vorbei.

Lichtung zwischen Asbach, Gumpenried und Böbrach.

Wir halten uns nicht lange auf, wandern weiter und folgen ein kurzes Stück der schmalen Landstraße nach Böbrach. Dabei kommen wir an Totenbrettern vorbei und laufen durch einen Hohlweg.

Wanderweg von Gumpenried-Asbach am Zellertal-Rundweg

Ich bin mir sicher, dass das der Hohlweg im Wald früher nicht asphaltiert war. Schließlich biegen wir wieder auf einen kleinen Waldweg ab, wandern an Moos bedecktem Waldboden entlang.

Wanderweg bei Asbach

Nach einem weiteren Ausblick lenkt die Markierung in ein romantisches Bachtal.

Blick über Asbach bei Gumpenried im Bayerischen Wald
Romantischer Bach am Wanderweg bei Gumpenried-Asbach

Ein Steine- und Wurzelpfad schlängelt sich am munter rauschenden Bach entlang und trifft schließlich auf den Schwarzen Regen.

Bach zum Schwarzen Regen bei Gumpenried-Asbach wandern.

Anfangs rauscht das Wasser des Schwarzen Regen noch laut, später wird es still, denn die Staumauer vom Wasserkraftwerk macht sich bemerkbar.

Am Schwarzen Regen bei Gumpenried-Asbach wandern

Bequem führt der Wanderweg am Ufer des Flusses entlang. Aber wo sind die Pfaffenhütchen am Flussufer hingekommen, die vor vielen Jahren hier noch gewachsen sind?

Und noch einmal staune ich: Über die felsigen Steilwände und über Spalten in den Felsen, in denen sich die Bäume festkrallen.

Auf dem Weg am Schwarzen Regen entlang zum Wanderparkplatz Gumpenried-Asbach.

Dann sind wir wieder am Wanderparkplatz in Gumpenried-Asbach. Glücklich und zufrieden, dass wir diese schöne Rundwanderung trotz nerviger Lärmabschnitte wieder einmal unter die Füße genommen haben.

So hat mir die Wanderung rund um Gumpenried und Asbach im Bayerischen Wald gefallen

Bei der Tour bin ich im Zwiespalt. Ihre Schwächen liegen in mehreren mit Verkehrslärm belasteten Abschnitten (ein Stück am Kanal, beim Anstieg von Grafenried nach Frath und am Ende am Schwarzen Regen). Da ich das Gras wachsen höre, kann ich das nicht leiden.

Trotzdem gehe ich diese Tour alle paar Jahre wieder mal, weil sie eben auch schöne Seiten zu bieten hat. Und ich weiß ja, was mich erwartet.

Die Wege und Landschaften sind wirklich schön und abwechslungsreich. Zuerst kommt das Wasser am Kanal, dann der Asbach und das feuchte Wiesental, später der Anstieg durch attraktiven Mischwald und noch später der herrliche Blick über die Landschaft um Asbach.

Den Schlenkerer über das romantische Bächlein und den Schwarze Regen am Schluss mache ich immer, weil er eine reizvolle Alternative zum direkten Rückweg von Asbach nach Gumpenried ist, der sonst zwar wunderbar aussichtsreich, dafür aber nur auf Asphalt wäre. Leise plätscherndes Wasser ist eindeutig schöner!

Überblick über die Tourdaten der Rundwanderung von Gumpenried über Asbach zum Schwarzen Regen

Die Rundwanderung ist 11,9 km lang. Der höchste Punkt befindet sich auf 740 m, der tiefste Punkt auf 420 m. Die Wanderung erfolgt überwiegend auf kleineren Waldwegen und Pfaden, manchmal unterbrochen von kurzen Abschnitten auf Asphalt.

Start / Ausgangspunkt

Der Start der Wanderung ist am Wanderparkplatz in der Nähe des Bahnhaltepunkts Gumpenried-Asbach auf der anderen Seite des Schwarzen Regen an der St 2636.

Gumpenried gehört zur Gemeinde Geiersthal im Landkreis Regen in der Urlaubsregion „Teisnachtal“.

Navi: 94244 Gumpenried

Start für wandern von Gumpenried-Asbach - Rundwanderweg

Detaillierte Beschreibung des Rundwanderweges um Gumpenried-Asbach

Rundwanderweg-Abschnitt von Gumpenried bis zum Asbach

Wir starten in Gumpenried am Wanderparkplatz bei der Brücke. Der Straße mit der roten Dr 70 nach Bühlhof rechts folgen. Wenige Meter danach wechseln wir rechts auf die ansteigende Privatstraße. Nach einem kurzen Stück durch Wald erreichen wir Bühlhof. An der T-Kreuzung an der Straße rechts und nach wenigen Metern links zum Weiher abbiegen. Wir orientieren uns jetzt am „Sitzweilweg“ Richtung „Grafenried via Asbachtal“. Es geht eine Weile am Kanal entlang. Später wechseln wir auf die linke Seite des Wassers, gehen an einem weiteren Stauweiher entlang. Der Wanderweg mündet in einen kleinen Wurzelpfad neben dem Kanal und trifft später auf eine Straße. Diese überqueren und rechts halten. Nach 50 Metern wechseln wir vor der Brücke weiterhin mit dem „Sitzweilweg“ auf den Pfad links vom Kanal. Kurz danach verlassen wir den Kanal und wandern durch nachwachsenden Jungwald zum Asbach.

Rundwanderweg-Abschnitt vom Asbach bis Grafenried

Am Asbach informiert eine Tafel über die Lebensweise des Fischotters. Wir überqueren den Asbach auf einer Fußgänger-Brücke und wandern anschließend mit den Markierungen zweimal rechts. Der Wanderweg lenkt kurze Zeit später in eine Senke und steigt dann durch grünen Fichtenwald wieder an. Wenig später biegen wir auf der Ebene an einer kleinen, unscheinbaren Wanderwegkreuzung rechts ab, folgen den Hinweisen nach „Grafenried“, „Asbachtal-Erlebnisweg“ und „Drachselsried via Grafenried“. Der weiche, kleine Waldweg lenkt zum Asbach hinab und dort über eine alte Fußgängerbrücke. Hier verlassen wir den Wald, wandern auf Holzbohlen durch ein Naturschutzgebiet in einem breiten, feuchten Wiesental mit entsprechendem Bewuchs. Danach kommt ein Anstieg auf einem Wiesenweg, der oben bei den Häusern links haltend nach Grafenried hineinführt.

Rundwanderweg-Abschnitt von Grafenried bis Frath

Gegenüber von den Glascontainern auf der linken Seite und rechts nach dem Vorfahrtsschild und vor der Schulbus-Haltestelle biegen wir ohne Markierung rechts auf den geschotterten und ansteigenden Weg ab. Beim Anstieg sehen wir links ein kleines Schwimmbecken. Dann lenken die blaue Dr8 „Grafenrieder Frathweg“ und der Kirchen- und Kapellenweg Richtung Frath auf dem Angerweg geradeaus weiter. Wir steigen kräftig bergauf und treffen am Waldrand auf eine Weggabel. Hier links halten. Später fehlt auf einer kleinen Ebene die Markierung direkt an der Abzweigung, hier links versetzt weiter. Sogleich taucht die nächste Markierung wieder auf. Später kommt die blaue Dr3 „Zur Frath“ dazu. Der Wanderweg lenkt abwechselnd bergauf und dann wieder eben dahin. Der Weg ist meistens lauschig, manchmal auch ein Pfad und lotst dazwischen durch ein Stück nachwachsenden Pionier- und Mischwald. So schön wie der Wegverlauf ist, so lärmbelastet ist dieser Abschnitt leider durch die tief unten verlaufende Verbindungsstraße von Arnbruck nach Bodenmais. Gelegentlich sehen wir zwischen den Bäumen die Bergekette der gegenüberliegenden Hangseite und auf der rechten Seite Felsen. Schließlich erreichen wir Frath mit Gutshof und Gasthof. Jetzt orientieren wir uns an der Richtung Asbach. Zunächst geht es durch das Hoftor in das Gutsgelände und hinten links zur Kapelle.

Rundwanderweg-Abschnitt von Frath bis Asbach

Wir kehren um und gehen auf schmalem Durchgang zwischen Scheune und Ferienwohnung zu der Straße auf der Rückseite. Dort halten wir uns mit der Dr 7 und Dr17 Richtung Asbach. Auf Asphalt geht es in den Wald und dann bergab. Kurz nach der scharfen Linkskurve biegt die Markierung links wieder auf einen Waldweg ab. Dieser führt wenige Meter fast eben, dann rechts längere Zeit bergab bis zum oberen Waldrand von Asbach.

Rundwanderweg-Abschnitt von Asbach über den Schwarzen Regen bis Wanderparkplatz Gumpenried

Wir verlassen den Wald, gehen auf der Zufahrtsstraße 200 Meter bis zur nächsten Wanderwegkreuzung bergab. Hier zweigen wir mit der roten Dr57 Richtung Böbrach links ab. Mit fantastischem Blick über Asbach auf die Berge des Vorderen Bayerischen Waldes wandern wir auf der ebenen, schmalen Landstraße an Apfelbäumen vorbei. Rechts sehen wir in der Ferne zwischen den Baumwipfeln den Turm der Burgruine Neunussberg. Es dauert nicht lange und die Landstraße geht in einen befestigten Waldweg über. Mit einer Rechtskurve kommen wir an eine Wiese, auf deren oberem Ende etwas versteckt eine Rastbank steht. Wir folgen dem Weg leicht abwärts weiter, streifen ein einzeln stehendes Haus und stoßen auf eine kleine Landstraße. (Auf diesem Abschnitt könnte man auf den alten Zellertal-Rundweg im Wald wechseln. Da dieser schon fast zugewachsen ist, lasse ich das heute bleiben). Auf der Landstraße geradeaus Richtung Böbrach halten. Wir kommen im Wald an Totenbrettern vorbei, durchschreiten bergab einen Hohlweg. Dann macht die Straße eine scharfe Linkskurve. (Zur Orientierung: In der Kurve steht ein Telefonpfosten Nr. 11). Gleich danach biegen die rote 5 und der alte „Zellertal Rundweg“ (Markierungen fehlen) im spitzen Winkel rechts auf einen Waldweg ab. Dann gleich wieder rechts dem ansteigenden, zum Teil vermoosten Waldweg folgen. Er steigt an, fällt dann geradeaus wieder ab und verlässt kurz den Wald. Hier gleich links abbiegen, der Markierung Dr70 „Haltepunkt Gumpenried-Asbach via Schwarzer Regen“ folgen. Der Weg wird zum Pfad und lotst in ein romantisches Bachtal hinab. Dann wandern wir auf einem Steine- und Wurzelpfad rechts vom Bach zum Schwarzen Regen. Nun geht es rechts abbiegend am Flusswanderweg entlang. Einmal auf eine Abzweigung nach links („Z“ und rote 10) achten. Sie lenken näher an das Wasser. Schließlich erreichen wir den Wander-Parkplatz von Gumpenried-Asbach.


Wanderungen in der Nähe im Bayerischen Wald

Wanderkarte und GPX-Dateien zum mitnehmen

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