An der Ilz zwischen Kalteneck und Fischhaus

Auf bewaldeten Hangpfaden, bequemen Wegen und mit einem Hauch Hochgebirge das letzte große Wildwasser Ostbayerns erkunden.

Die Ilz bei Kalteneck

Die Ilz zwischen Kalteneck und Fischhaus

Die Ilz, die die auch schon mal mit dem Titel „Flußlandschaft des Jahres“ geehrt worden ist, schlängelt sich durch ein tief eingeschnittenes, schmales Kerbtal. Der Name „Ilz“ kommt vom indogermanischen „El“ und heißt strömen oder fließen. Was halt Wasser meistens so macht.

Man kann die Ilz scheibchenweise erwandern. Diesmal habe ich mich für den kurzen Abschnitt zwischen Kalteneck und Fischhaus entschieden.

Den Wanderrucksack geschultert und los geht´s in Kalteneck, das seinem Name keine Ehre macht. Es ist angenehm warm.

Hier in der Nähe gab es eine Burg mit dazugehörigem Raubritter. Der wollte das Rauben einfach nicht lassen. Das hat ihm zu gut gefallen. Da half alles gute Zureden nicht. Schließlich musste er das Rauben doch bleiben lassen, weil er in Passau geköpft worden ist. Schaurig schön…

Ich wende mich wieder der Gegenwart zu. Auf der linken Seite flussabwärts bestaune ich wieder mal eine Kläranlage. Wieso müssen eigentlich so viele Wanderwege an Kläranlagen vorbei? Ich ducke mich unter einer niedrigen Brücke hindurch (gut, dass ich so klein bin, sonst müsste ich mich echt bücken, aber das bückende Gefühl war da).

Info-Tafeln erzählen etwas über Gewässergüte, Abwasserkreisläufe und Kalteneck. Etwa, dass die Übersetzung von Kalteneck „Unfreundliches Eck“ heißt. „Kalt“ bedeutete ursprünglich wohl „unfreundlich“ und als „Eck“ wurde ein hoher, von Wasser umflossener felsiger Winkel, an dem zwei Gewässer aufeinandertreffen, bezeichnet. An dem Gewässer gab es hier eine Furt. Und damit kommt das „Unfreundliche“ ins Spiel: Schon damals gab es die auch heute noch gültige Form der Wegelagerei: Man musste Maut bezahlen. Zum Schutz dieser Mautstelle wurde eine Burg errichtet. Von der Burg ist heute nichts mehr übrig.

Der Weg steigt in den Wald hinein an. Rechts einem unmarkierten Trampelpfad folgend schaue ich nach unten auf das Klärwerk. Vom Wasser der Ilz trennt mich das Bahngleis der Ilztalbahn, einer Wanderbahn.

Bald bin ich wieder auf dem offiziellen Wanderwegpfad. Hoch oben eine das Tal überspannende Brücke für einen Autobahnzubringer. Eine Weile begleitet mich deren Verkehrslärm. Die Vegetation und der Wanderpfad lenken davon ab.

Links ist der Hang steil, rechts unten fließt die Ilz. EWurzel krallen sich an Felsen fest 8in Bächlein plätschert den Hang herunter. Goldnesseln bedecken den Boden. Ein Baum krallt sich an den Felsen fest.

Irgendwann gehe ich unter der großen Brücke hindurch und lasse den Lärm hinter mir.

AutobahnzubringerÜberall wuchert eine üppig grüne Krautschicht. Mischwald wechselt sich gelegentlich mit Fichtenwald ab. Der Pfad führt in leichtem Auf und Ab am Hang entlang, mal hoch über der Ilz, dann wieder auf Gewässerhöhe.

Ein „Wanerweg“ – was das wohl ist? Ich folge diesem Pfeil. Der Hang ist anfangs grasig, wird dann ein Pfad am Steilhang, der von Nadeln bedeckt und von Hasenlattich, Mauslöchern, Zinnkraut, Farnen und Moosen umgeben ist.

Steil ist es hier!

Steil ist es hier!

Wer frisst hier wen?

Wer frisst hier wen?

 

Karge Sitzgelegenheiten

Karge Sitzgelegenheiten

Einzelne, vermooste Bäume hängen im Hang. Die Ilz plätschert. Eine Schutzhütte hat auch schon Moos angesetzt. In einer Sumpfzone wachsen Schilfgras und rosa blühendes Indisches Springkraut. Beinwell sucht sich ein freies Plätzchen. Beinwell soll ein guter Kalidünger für Rosen und Johannisbeersträucher sein. Und für Tomaten gilt er als das wahre Wundermittel.

Es ist Mittagszeit und ich futtere mich durch die Brombeeren. Sie sind saftig und gut. Ich mag diese wilden Brombeeren. Es gibt viel zu pflücken. Das hält auf.

Winzige Details wie der Samen des Waldmeisters beeindrucken mich immer wieder. Da hat die Kamera Mühe, die Samenkapsel und nicht den Hintergrund scharf zu stellen. Die Kugel hat Härchen mit Widerhaken. Damit hängt sie sich wie eine Klette an Fell, Gefieder oder vorübergehenden Menschenkleidern fest und lässt sich forttragen, um woanders Fuß zu fassen.

 

Nun folgt ein kurzes Stück Waldwirtschaftsweg, das von der Ilz wegführt. Da habe ich eine Begegnung der „Dritten Art“:

Oh! Ein Specht!

Oh! Ein Specht!

An einer Abzweigung wähle ich nicht den leichten Weg nach Kalteneck, sondern den steilen. Ein schmaler Pfad führt zum Peilstein, einem senkrecht zur Ilz abfallenden Felsen mit Aussicht auf das tief unten liegende Ilztal. Auf den Peilstein geht es über Stufen hinauf und auf der anderen Seite auf Stufen wieder hinunter. Ein wackeliges Geländer sorgt für vermeintliche Sicherheit.

Ich komme mir vor wie im Hochgebirge

Ich komme mir vor wie im Hochgebirge

Nach der Treppe geht es auf einem von Moos weich gepolstertem Pfad am bewaldeten Hang entlang. Tief unten rauscht die Ilz. Im Frühling wächst hier der giftige Seidelbast.Seidelbast

Ein kurzer Ausblick auf eine Wiese und der Wanderweg schwenkt auf einen asphaltieren Waldweg ein. Nach wenigen Metern geht es schon wieder auf einem Waldpfad weiter. Über eine Wiese führt der Weg in ein lauschiges Seitental mit einem Bach.

Im Seitental

Im Seitental

Später lockt wieder das Wasser der Ilz. Hier ist ein richtiges Schlangennest. Die Ringelnattern? haben zwar gezüngelt, aber sonst nur träge in der Sonne gelegen.

Schlangennest

Schlangennest

Nun führt der Pfad über eine Wiese am Wasser entlang.

Im Frühling blühen am Ufer Buschwindröschen.

Buschwindröschen an der Ilz

Buschwindröschen an der Ilz

Schmetterlinge umschwirren den üppig blühenden Blutweiderich. Schließlich ist der Wendepunkt erreicht. Ich überquere die Brücke. Autos und Laster fahren an mir vorbei. Dann biege ich sofort rechts ab, folge dem Prädikats-Wanderweg „Goldsteig“.

Harmonischer Farbenrausch

Harmonischer Farbenrausch

Anfangs geht es zwischen ein paar Häusern von Fischhaus hindurch in Richtung Badeanlage an der Ilz. Man läuft auf eine Tafel zu, an der die Verordnung über die Benutzung der Freizeitanlage Fischhaus aushängt. Hat die schon mal jemand gelesen? Wenn nicht, sollte man das schleunigst nachholen, denn: „… beim Betreten der Anlage unterwirft sich der Gast…“. Wo sind wir hier? Im Zeitalter der Feudalherrschaft? Könnte man das nicht freundlicher formulieren? Zum Beispiel so: „Beim Betreten der Anlage ist der Gast damit einverstanden, dass…“. Ich lese nicht mehr weiter, nicht, dass das da was von „Frondiensten“ steht, zu denen man sich beim Betreten melden muss. Dafür habe ich heute wirklich keine Zeit.

Aber ich schweife ab. Neben der Badewiese gibt es für Goldsteig - LiegeBildungshungrige Infos über die hiesige Geologie. Auf der Badewiese stehen neue Goldsteig-Bänke und -Liegen: robust und aus schweren Holzbalken gebaut. Die trägt so schnell keiner weg. Ich probiere eine geschwungene Liege aus. Sie ist erstaunlich bequem.

Auf rollstuhltauglichem, schnurgeradem Weg zielt der Weg auf den Fichtenwald. Erhitzte Gemüter können sich unter einer Walddusche abkühlen.

Freiluft-Dusche im Wald

Freiluft-Dusche im Wald

Der Weg führt wieder direkt auf das Wasser zu, führt unter dem Bahngleis hindurch. An Eisenhut, Eichen und Infotafeln vorbei geht es meistens durch Mischwald und nah am Wasser entlang. Es gibt keine nennenswerten Steigungen oder Gefälle. Der Weg lenkt in ein Wiesental. Über die Ilz fällt der Blick auf den Peilstein. Am Waldrand lädt eine Bank zur Rast ein.

Peilstein von unten

Peilstein von unten

Am Waldrand wächst Rainfarn. Er hat Besuch.

Besucher auf Rainfarn

Besucher auf Rainfarn

Rainfarn war früher ein echter Allrounder. Der Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl schreibt, dass unsere alten Völker glaubten, dass die krankmachenden Dämonen in Wurmgestalt dahergeschlichen kamen. Mit Rainfarn wurden sie vertrieben. Und Gertrud Scherf  schreibt, dass zum Schutz vor Blitzeinschlag einige trockene Stängel auf dem Herd geräuchert wurden. Und selbst für das Liebesglück war Rainfarn nützlich. Allerdings musste man sich das mit einem komplizierten Ritual erarbeiten. So einfach ging das dann doch nicht mit dem Glück. 😉

Wasserspiele mitten im Wald

Wasserspiele mitten im Wald

Weiter geht`s. Immer wieder fließen Wässerchen vom seitlichen Hang in die Ilz. Irgendwoher muss das Wasser ja kommen. Die Ilz wird aus den Quellbächen der Berge Brotjacklriegl, Rachel, Lusen und Dreisessel gespeist. Da kommt schon was zusammen. Am Ende mündet das alles bei Passau in die Donau. Und die Donau führt manchmal ein Jahrtausend-Hochwasser… Neben Hochwasser finden sich noch andere Wasserspiele im Wald.

 

Frösche

Frösche

Der schöne Weg bleibt immer bequem, wird schmaler, wird teilweise zum Pfad. Einmal geht es um eine Felsnase herum. Immer wieder erfährt man auf Info-Tafeln Wissenswertes über die Besonderheiten der Ilzlandschaft. Immer wieder gibt es Sitzplätze. Immer wieder laufen JoggerInnen durch die Gegend. Das Gebiet scheint bei denen beliebt zu sein.

Auf einer Infotafel ist die Schuppenwurz eingeschnitzt. Die Wurz ist ein interessantes Lebewesen.

Schuppenwurz

Schuppenwurz

Sie ist ein Vollschmarotzer, ist für die Nährstoffversorgung total auf einen Wirt angewiesen. Deshalb kommt der Samen auch nur dann zum Keimen, wenn er maximal einen Zentimeter von der Wurzel der Wirtspflanze entfernt zum Liegen kommt. Der Samen riecht, ob der Wirt in der Nähe ist und keimt dann, und nur dann. Das Wurzelwerk der Schuppenwurz kann bis zu zweit Meter lang und mehrere Kilogramm schwer werden. Und wenn es der Wurz zu kalt ist, um mit dem Stängel nach draußen zu wachsen, dann bleibt sie lieber in der Erde, wo sie trotzdem blüht. Da es unter der Erde keine Bestäuber gibt, befruchten sich die Blüten dann selbst.

Zu anderen Jahreszeiten blühen an der Ilz Lungenkraut, Silberblatt und rosa! Leberblümchen. Das Leberblümchen ist die Blume des Jahres 2013 und es kommt vor allem auf alten Waldstandorten vor.

rosa! Leberblümchen

Rosa! Leberblümchen

Ich gehe an einem Haus vorbei und höre wieder den Verkehrslärm von der das Tal überspannenden Brücke. Auf einem brettl-ebenem Weg wandere ich nach Kalteneck. Vom photographieren kann mich nicht einmal Lärm abhalten!

Grüne Farbenvielfalt

Grüne Farbenvielfalt

Ein Haus steht direkt unter der hohen Brücke. Es wirkt winzig. Daneben gibt es ein Siedlungsgebiet mit neuen Häusern. Ich finde es ziemlich laut hier. Hier zu wohnen wäre nichts für mich. Schnell bin ich am Parkplatz.

So war`s: Die Tour ist schön. Sie verläuft auf vielen Pfaden auf der einen Seite und auf der anderen Seite auf schönen, schmalen Wegen. Die Strecke ist recht gemütlich. Den Peilstein kann man umgehen, falls man keine Lust auf die steile Treppe hat. Auf dem Hinweg ist mir nur ein Wanderer begegnet, auf dem Rückweg mehrere JoggerInnen und auch ein paar SpaziergängerInnen. Insgesamt ist es eine sehr ruhige Strecke (außer vielleicht sonntags).

Tourenhöhepunkte: Ilz und Peilstein

Streckenlänge: knapp über 10 Kilometer

Gehzeit: 3 ½ Stunden

Streckenkarte:

Wanderkarte

Wanderkarte

 

Start / Parken: Von der B 85 zweigt bei Neukirchen v. Wald die PA 93 Richtung Röhrnbach ab. Nach ein paar Kilometern zweigt die St 2128 nach Kalteneck ab. In Kalteneck an der Brücke gibt es einen Wanderparkplatz.

Markierungen: Auf dem Hinweg grüne Tafel „Fischhaus“ und „Ilztalwanderweg“ bzw. weiß-blaue Flussperlmuschel. Auf dem Rückweg auf der anderen Seite der Ilz „Goldsteig“.

Streckenbeschreibung: Auf der Parkplatzseite bleiben. Auf der linken Flussseite flussabwärts gehen. Direkt vor der Kläranlage geht es links unter einer Brücke hindurch. Dann rechts an den Info-Tafeln vorbei der Markierung in den Wald folgen (alternativ zu Beginn des Waldes dem Trampelpfad nach rechts folgen). In Fischhaus rechts über die Brücke und sofort wieder nach rechts. Die Markierung zurück ist der „Goldsteig“ Richtung Kalteneck. Die beiden Strecken kann man nicht verfehlen.

Wanderkarte: Fritsch Wanderkarte Nr. 58

Tiefster Punkt: ca. 320 Meter über NN

Höchster Punkt: ca. 405 Meter über NN

Einkehrmöglichkeiten: Fischhaus

Wo Kalteneck dazugehört:Gemeinde Hutthurm, Landkreis Passau

 

 

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11 Kommentare zu An der Ilz zwischen Kalteneck und Fischhaus

  1. Hallo,

    ich bin die Strecke selber schon einmal gegangen und finde ebenfalls, dass sie sehr schön ist. Man sieht viel von der Natur und ist weitesgehend ungestört. Ich kann die Strecke allen Wanderbegeisterten nur weiterempfehlen!

    Liebe Grüße!

    • Sonja sagt:

      Hallo,

      danke für die Bestätigung. Es gibt auch noch andere reizvolle Strecken an der Ilz. Die werde ich nach und nach beschreiben. 🙂

      Viele Grüße!
      Sonja

  2. Christian sagt:

    Hallo Sonja,

    ein schöner und sehr ausführlicher Bericht.
    Sofern es mich einmal in diese Gegend treibt weiß ich ja nun dank Dir wo ich lang muss um etwas zu sehen und zu erleben ;)!

    Vielen Dank und freu mich schon auf deine nächsten Berichte.

    Gruß,
    Chris

    • Sonja sagt:

      Hallo Chris,

      ich kenn natürlich noch viel, vieeeeel mehr Wege und Touren als hier beschrieben. Bei Fragen einfach nachfragen. Und vielleicht treibt´s Dich ja mal in unsere Urlaubsgegend.

      Viele Grüße
      Sonja

  3. Gaby Gulde sagt:

    Liebe Sonja,
    letzten Samstag war ich wieder Deine Fußfährtengehfolgerin. Grad sche war’s.;von einem Rasenmäher in Kalteneck verabschiedet und von einem anderen in Fischhaus begüßt – Samstag eben 😉
    Brombeeren fand ich keine; Sonja „was ja here,“ lach. Ne, die Brombeerzeit ist vorbei. Im Moment ernte ich Hagebutteen und Holunderbeeren. ( Die Hagebutten gibt es auf der Roggersinger Runde und die Holunderbeeren fand ich heut in Wiesenfelden).
    Doch zurück zur Ilz: ich habe die Holzstiegen rechts liegen lassen und den anderen Weg angepeilsteint, denn ich habe beschlossen, mir das Leben leichter zumachen 😉 Bergauf ging es allemal ! Die Holzliege hatte ich mir schon vom anderen Ufer aus reserviert; wäre sicher nicht nötig gewesen wäre, denn um diese Jahreszeit bin ich die einzige „liegende Schönheit,“die sich der Sonne „unterwirft.“( dem Bikini hatte ich schon an..)Nach einer Pizza in Fischhaus allerdings, war mir der Sonnenstand nicht mehr hold (weiss der Himmel, wo der Koch für die 19cm Durchmesser der Pizza Maß nahm… gedauert hat es jedenfalls sehr lang) und ich trottete meines Rückweges. Der Hinweg war stellenweise recht vermatschelt, obwohl es das letzte Mal am Donnerstag geregnet hatte. Der Weg liegt halt oft im Schatten. Nach ergiebigem Regen rate ich von der Tour ab. Obwohl es ein sehr sonniger Tag war, lief ich dieser hinterher. Mag auch daran liegen, dass ich meine Touren meist erst um die Mittagszeit antrete (Spontanplanung dauert halt).
    Heute bin ich die Runde Nr.4 von Heilbrunn über Wiesenfelden und den Viechtberg spaziert.
    Warst Du heute auch „on tour“, Sonja? Wennjawodenn? 😉
    Liebe Grüße
    Gaby

    • Sonja sagt:

      Liebe Gaby,

      ja, ja die Rasenmähersaison ist bald wieder zu Ende.
      Ich habe immer Bergstiefel an. Da kann es gar nicht matschig genug sein. 😉 Matsch und platsch! Ich muss ja ausprobieren, ob die Wanderschuhe das aushalten, was sie versprechen.

      Wie hat die Pizza geschmeckt? Das wäre noch interessant. Die Holzliege ist super, gell?

      Ein Tipp: An der Ilz wandert man (wenn man vormittags loszieht) am Besten auf der rechten Flussseite (flussabwärts gesehen) hin und auf der anderen Seite zurück – dann bekommt man die meiste Sonne ab. Also genau andersrum, als ich es dieses mal gegangen bin.

      Ich war diese Tage in Wirsberg bei Bayreuth. Da erstreckte sich das Gehen hauptsächlich vom Hotelzimmer zum Restaurant und zurück – wie es sich für einen Kochclubausflug gehört. Aber ich habe noch eine Wanderung und einen Spaziergang vom Bayerischen Wald in der Warteschleife.

      Liebe Grüße
      Sonja

      • Gaby Gulde sagt:

        Liebe Sonja,
        die Pizza? Nicht zu vergleichen mit Alexanders Küche in Bayreuth- möcht‘ ich wetten. Die piccola Pizza hätte laut Karte mit Knoblauch bestückt sein sollen, doch der fehlte gänzlich; vielleicht aber auch, weil ich mir Kapern nd Sardellen zum Knoblauch wünschte… Du kannst nie alles haben 😉 und zum Mangenfüllen hat’s getaugt.
        Apropos Belag….die Holzliege hatte ich, mangels Sonne, ja nicht belegt…ein anderes Ma(h) l, grins.
        Heute hatte ich mir wohl zu viel versprochen, vom Apfelmarkt in Hunding. Die einzigen Äpfel, die ich erstehen konnte, kamen aus der Tschechien. Am wichtigsten sind nach wie vor Fressbuden 😉 Das leibliche Wohl wird nicht mehr dem Apfel zugeschrieben? hmpf! “ One apple a day…,“anyway 🙁
        Du, ich freu mich jetzt auf den 20.Oktober. Der Lallinger Winkel ist ja die Obstschüssel des bayrischen Waldes, die werden dann doch wohl für mich……
        Wär schön, wenn wir uns dort verabreden könnten.
        Wir könnten einen Apfel essen und über Wege plaudern?!
        Erntedankgrüße an Dich
        Gaby

  4. Sonja sagt:

    Hallo Gaby,

    wie eine Pizza bei Alexander Hermann geschmeckt hätte? Das weiß der Himmel – oder auch nicht?

    Dass es auf dem Obstmarkt nur wenig Äpfel gab, lag dran, dass es während der Blüte zu nass war und später zu trocken. Deshalb gab`s heuer nicht viel Obst. Letztes Jahr gab´s ja massig Äpfel hier. Vielleicht nächstes Jahr wieder= Und dann kann man einfach den Schildern an der Straße folgen: „Äpfel zu verkaufen“. Da braucht man nicht auf den Apfelmarkt zu warten. 🙂

    Ich war übrigens nicht auf dem Apfelmarkt.

    Viele Grüße
    Sonja

  5. Pingback: Juhu! Die 24-Stunden-Wanderung | bayerischer-wald-wandern-blog.de

  6. Mathis Grünberger sagt:

    Hallo Sonja,

    ich habe mit Interesse und Vergnügen Deine Beschreibung der Wanderung im Ilztal gelesen. Du schreibst genauso gut, wie Du fotographierst! Respekt. Ich habe vor kurzem mit meiner Familie auch diese Wanderung gemach, allerdings auf der linken Flussseite. Ich kannte den Weg von vor ca. 30 Jahren. Er ist immer noch genauso schön, wie früher.
    Mein Vater ist zwar noch recht rüstig, aber mit dem steilen Auf-, vor allem aber Abstieg hat er Schwierigkeiten. Meine Frage deshalb an Dich: Gibt es beim Peilstein (den ich auch schon erklommen habe) eine Alternative unten herum? Ich kann mich nicht mehr erinnern und auf Karten ist der Peilstein eigenartigerweise nicht verzeichnet.
    Meine E-Mail Adresse ist die meines Büros. Ich denke aber, dass Du eine eventuelle Antwort ohne weiteres auch an diese Adresse richten kannst.
    Ich bin übrigens auch leidenschaftlicher Wanderer und Fotograph. Mein “ Revier“ ist allerdings der Großraum Regensburg/Kelheim/Altmühltal. Wenn Du also mal Anregungen bezüglich eines entsprechenden Abstechers brauchst, gib einfach Laut!

    Viele Grüße
    Mathis Grünberger

    • Sonja sagt:

      Hallo Mathis,

      danke für deine netten Worte. So was freut mich natürlich.

      Zu Deiner Frage, ob es beim Peilstein unten rum eine Alternative gibt? Nein. Da ist nur das Bahngleis der reaktivierten (Wander)Bahn. Oberhalb des Peilsteins gibt es eine beschilderte Alternativroute, die weniger steil nach oben führt und auch nicht pfadig und ausgesetzt ist. Da muss man allerdings trotzdem nach oben wandern und anschließend wieder zur Ilz runter.

      In den Wanderkarten ist der Peilstein nicht verzeichnet, man erkennt ihn dort trotzdem: am Zeichen für „Aussicht“.

      Für Deinen Vater wäre die Tour von Schrottenbaummühle nach Kalteneck was. Die ist weitgehend eben. Oder was ich so darunter verstehe. 🙂

      Oder auch von Schneidermühle nach Schrottenbaummühle und zurück wäre möglich (auch als Rundweg). Die Tour habe ich hier noch nicht beschrieben. Wobei die Ilzseite auf der die Schrottenbaummühle steht, wesentlich reizvoller ist, als die andere Ilzseite. Auf der weniger schönen Seite (flussabwärts rechts) ist man weiter weg vom Wasser und es geht teilweise leicht bergauf und bergab. Einmal, gleich bei Schneidermühle geht´s auch mal steiler dahin. Der Wanderweg auf der schöneren Seite verläuft eben und immer sehr nah am Wasser. Dafür ist dort sonntags der Bär los. 🙂 Da gehen viele Leute hin und her.

      Regensburg! Eine wunderschöne Stadt! Finde ich immer wieder, egal, wie oft ich schon dort war! Heute schaue ich sie mir gerne mit „Touristinnen-Augen“ an und bin von der Architektur immer wieder begeistert. Früher hatte ich dort Anderes im Sinn, habe dort studiert. Zu der Zeit hatte ich allerdings das Wandern für mich noch nicht entdeckt. Deshalb gebe ich gerne Laut, wenn ich in Deiner Region wandern will. Kelheim und Altmühltal – Da war ich vor Jahren radelnd unterwegs.

      Viele Grüße
      Sonja

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