In den höheren Lagen liegt noch Schnee. Schnee, auf den ich keine Lust mehr habe. Deshalb treibe ich mich derzeit in tieferen Lagen herum. Hier, an der Ilz schaut nämlich der Frühling schon vorsichtig um die Ecke.
Ausgewählt habe ich mal wieder den Triftsteig. Trift… was? Hä? Was ist das? Seit dem 18. Jahrhundert wurden lose Holzstämme vom Bayerischen Wald auf dem Wasserweg in die Donau „getriftet“, d.h. transportiert. Da ich nicht im 18. Jhdt. lebe und auch kein Holzstamm bin, hat mich das Auto zum Parkplatz bei der Schrottenbaummühle “getriftet”.
Ich lasse mich auf der linken Ilz-Seite auf dem Goldsteig Richtung Passau flussabwärts treiben.
Dieser Abschnitt ist ein „Sonntags-Klassiker“ für SpaziergängerInnen, weil: Der Weg ist sehr bequem, es gibt eine beliebte Einkehrmöglichkeit und man ist nah am Wasser. Das Wasser mach besonders zur Zeit der Schneeschmelze einen Höllenlärm. Das Laub hat zwar fast noch nicht ausgetrieben (das vorige Photo – ich gebe es zu – habe ich zu einer späteren Jahreszeit aufgenommen), aber es gibt buntes Laub vom letzten Herbst.
Vermooste Steine geben dem ganzen einen grünen Anstrich. Für die violetten Leberblümchen mit ihren leberähnlich geformten Blättern muss man zur richtigen Zeit vorbeischauen.
Kurz darauf sind die Reste der Vergangenheit zu sehen: Eine steinerne Triftsperre. Weiterlesen









