Der Triftsteig entlang von Ilz und Wolfsteiner Ohe

Grasbüschel wie Haare

In den höheren Lagen liegt noch Schnee. Schnee, auf den ich keine Lust mehr habe. Deshalb treibe ich mich derzeit in tieferen Lagen herum. Hier, an der Ilz schaut nämlich der Frühling schon vorsichtig um die Ecke.

Ausgewählt habe ich mal wieder den Triftsteig. Trift… was? Hä? Was ist das? Seit dem 18. Jahrhundert wurden lose Holzstämme vom Bayerischen Wald auf dem Wasserweg in die Donau „getriftet“, d.h. transportiert. Da ich nicht im 18. Jhdt. lebe und auch kein Holzstamm bin, hat mich das Auto zum Parkplatz bei der Schrottenbaummühle “getriftet”.

Ich lasse mich auf der linken Ilz-Seite auf dem Goldsteig Richtung Passau flussabwärts treiben.

Stimmungsvolle Momente

Dieser Abschnitt ist ein „Sonntags-Klassiker“ für SpaziergängerInnen, weil: Der Weg ist sehr bequem, es gibt eine beliebte Einkehrmöglichkeit und man ist nah am Wasser. Das Wasser mach besonders zur Zeit der Schneeschmelze einen Höllenlärm. Das Laub hat zwar fast noch nicht ausgetrieben (das vorige Photo – ich gebe es zu – habe ich zu einer späteren Jahreszeit aufgenommen), aber es gibt buntes Laub vom letzten Herbst.

Vergessene Herbstfarben im Frühjahr

Vermooste Steine geben dem ganzen einen grünen Anstrich. Für die violetten Leberblümchen mit ihren leberähnlich geformten Blättern muss man zur richtigen Zeit vorbeischauen.

Leberblümchen - Die ersten Frühlingsblüher

Kurz darauf sind die Reste der Vergangenheit zu sehen: Eine steinerne Triftsperre. Weiterlesen

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Der Luchs ist tot!

Warum musste der Luchs sterben? Der Versuch, Antworten zu finden.

1846 wurde der letzte Luchs bei Zwiesel im Bayerischen Wald erschossen. Zwei Jahre später war er in ganz Deutschland ausgerottet. Seit einigen Jahrzehnten gibt es wieder Luchse im Bayerischen Wald. Die im Nationalpark umherstreifende Luchs-Katze „Tessa“ wurde 2012 vergiftet. Was aus ihrem Nachwuchs geworden ist, weiß man nicht. Illegale Eingriffe sind eine Gefahr für das Überleben der Luchse in unserer Region. Ich frage mich, wer tötet Luchse und warum?

Vielleicht ist es Angst vor Weiterlesen

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Durchs Klosterfilz und Große Filz

Die bequeme Wanderung macht Spaß, da sie gleich mehrere Höhepunkte bietet: Vom Sturm gebeutelte Fichtenwälder, Moore und lichte Birkengruppen, Wolfsgruben und die Möglichkeit einen Schatz zu suchen.

Lauter schöne Sachen

Los geht`s vom Parkplatz „Filzwald“. Die Richtung ist mit der Markierung „Kreuzotter“ vorgegeben. Die bis zu 70 cm lange Kreuzotter ist die einzige einheimische Giftschlange. Aber keine Angst! Auch wenn sie Giftzähnchen hat und die schwarze Version den schönen Namen „Höllenotter“ trägt, ist eine Begegnung mit ihr ein Grund zur Freude. Im Ernst! Wenn man ihr über den Weg läuft, dann bitte nicht auf sie treten und sie auch nicht töten (ja, das gibt es wirklich!). Sie gehört nämlich zu den Rote-Liste-Arten.

Vom Parkplatz geht man zwischen Rastbänken und „WC“ (solche gibt es viele im Nationalpark, wobei man sich keiner Illusion hingeben sollte: Das „W“ gibt es nicht, sondern nur das „C“.) in den Wald hinein. Ziemlich bald kreuzt man die Forststraße und durchwandert ein „Katastrophengebiet“ namens Sturm und Borkenkäfer.

Was der Mensch als Katastrophe sieht, ist für die Natur allerdings eine Chance. Dichter, gleichaltriger Wald lässt nur wenig Licht auf den Boden fallen, so dass kaum etwas wächst. Die Tier- und Pflanzenwelt fällt mager aus. Störungen wie der Orkan „Kyrill“ und eine damit einhergehende Borkenkäfervermehrung oder Schneebruch gebären Vielfalt. Übrigens befindet sich lt. Bayerischem Waldbericht 2011 der Schwerpunkt des Fichtenborkenkäfers in Oberfranken und in der Oberpfalz.

Ich weiß noch, wie der Filzwald hier früher ein dichter, dunkler Fichtenwald war. Heute ist er ein Flickenteppich aus Licht und Dunkel.

Schräge Bäume - schräg gehen

Auf den Holz-Bohlen Weiterlesen

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Zustände wie im Regenwald?

Große, lärmende Holzerntemaschinen. Tiefe Spurrillen und breite, abgeholzte Schneisen. Bei diesen Bildern denkt man normalerweise an den Regenwald. Aber das gibt es nicht nur draußen in der Welt, sondern auch vor unserer Haustüre. Wenn ich so etwas vom Regenwald sehe, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Wenn ich so etwas bei uns sehe, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich frage mich: Hält der Wald das aus? Bleibt das ohne Folgen? Auf diese Fragen wollte ich schon lange Antworten und das Gefühl, das nur ein Gefühl ist, wollte ich mit wissenschaftlichen Fakten entweder widerlegt oder bestätigt wissen. Deshalb habe ich mir im Haus zur Wildnis den Vortrag von Prof. Dr. Axel Göttlein von der der TU München zum Thema: „ Holznutzung im Bayerischen Wald – Am Rande der Nachhaltigkeit?“ angehört.

nachhaltig

Zunächst erläuterte Axel Göttlein den Begriff der Nachhaltigkeit, Weiterlesen

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Die Sauloch-Schlucht

Ein kurzweiliger Spaziergang  auf einem stellenweise nassen Waldwirtschaftsweg in unmittelbarer Nähe zu einer viel befahrenen Straße. Wie kann so eine Wanderung Freude machen? Und trotzdem ist es so. Auch wenn man es sich nicht vorstellen kann, man hört von der Straße überhaupt nichts!!! Bei dem Spaziergang hört man nur das Rauschen des Blätterwaldes, des Baches und das Gezwitscher der Vögel.

Wir beginnen die kurze Wanderung am Ende der kleinen Teerstraße, die in einen Wald-Wirtschaftsweg mündet. Begleitet werden wir vom gurgelnden Saulochbach. Der Weg führt sanft bergauf. Stellenweise befindet sich links oder rechts des Weges ein steiler Hang – schließlich heißt es ja “Schlucht”. Eine üppig wuchernde Vegetation, grün bemooste Granitsteine, goldgelb leuchtende Flechten auf Felsen und ein Naturdenkmal (so eine Art Blockhalde) begleiten uns.

Ein Naturdenkmal

Der Wald ist ein Mischwald mit Fichten, Tannen, Buchen, Ahorn u.a. Bäumen und einer Blume für den Zahnarzt? Weiterlesen

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